VCast #27 - Dreamworld

22.04.11, 03:27:41 by Turnschuh
Ich bin Euch ja noch eine kleine Impression aus Dreamworld schuldig ;-) Leider konnten wir dort nicht mehr rein gehen, da das Teil dann kaputt gegangen war.

Vielleicht war das auch gut so!

Liebe Grüße Euer Schuh

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Nun ist es schon Juni und es ging so plötzlich! ;0)

27.06.10, 09:07:34 by Turnschuh
Nun ist es schon Juni und wir leben jetzt seit acht Monaten in Brisbane.
Wir haben uns mittlerweile gut eingelebt und fühlen uns wohl.
Heimweh ist natürlich immer noch ein Thema, vor allem für die kleine Leonie, aber wir haben gelernt damit zu leben.
In den vergangenen Monaten haben wir natürlich viel erlebt, und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.

Wir waren in Surfers Paradise und es ist wirklich traumhaft schön dort.
Eine Autostunde circa, liegt dieser Traumstrand von uns entfernt.
Allerdings hätte ich nie gedacht, dass weißer Sand so heiß werden kann.
Ich habe mir richtig die Füße verbrutzelt!

Surfers Paradise

Es gehört hier mit zum Lifestyle, dass die schönsten Orte, und die dazu gehörigen Duschvorrichtungen, Umkleidekabinen und Toiletten immer kostenlos sind.
Öffentliche Toiletten gibt es auch überall und diese sind, wie schon geschrieben, immer kostenlos. (Ein Traum für jede Frau, vor allem mit einem grade stubenrein gewordenen Kleinkind)
Wo wir gerade bei tollen Toiletten sind, muss ich auch unbedingt die Family-Rooms in den Shopping Centern erwähnen.
Es gibt dort, neben den normalen Toiletten, Räume für Familien. Dort findet man Einzelkabinen mit einem Wickeltisch und einem Ledersessel für stillende Mütter.
Außerdem gibt es dort einen Toilettenraum mit zwei Toiletten und zwei Waschbecken nebeneinander (eins für große und eins für kleine Leute).
Eine Mikrowelle und eine Badewanne gibt es dort selbstverständlich auch.
Für Familien wird in Australien wirklich viel getan.
Die Spielplätze sind auch traumhaft schön und nicht mit deutschem Standart zu vergleichen.
Richtige kleine Spielparadiese mit Wasserelementen gibt es hier.

Ins Kino sind wir natürlich auch schon gegangen. Das sollte man auch, immerhin kostet es nur 8 Dollar (als Student sogar noch weniger).
Allerdings gibt es auch etwas, auf das man leider verzichten muss: süßes Popcorn!
Die haben hier nur salziges und das ist natürlich nicht das gleiche!

Weil Parken in der Stadt nahezu unbezahlbar ist, fahren wir meist mit dem Bus dorthin.
Wenn man gerade frisch angekommen und noch an das deutsche System gewöhnt ist, ist das auch ein lustiges Unterfangen. Möchte man mit einem Bus fahren, muss man dem Busfahrer winken, damit er anhält. Tut man dies nicht, fährt er an der Bushaltestelle vorbei (auch wenn dort 20 Personen stehen). Wenn man einsteigt begrüßt man den Busfahrer ebenso selbstverständlich, wie man „thank you, driver!“ ruft, wenn man aussteigt.
Man kann Tickets entweder direkt beim Busfahrer kaufen, oder man kauft sich eine „go-card“. Dies ist eine Karte, auf welche man Geld laden kann (dafür gibt es spezielle Automaten). Diese Karte hält man beim Ein- und Aussteigen vor einen kleinen Apparat neben der Tür und das Fahrgeld wird dann von der Karte abgebucht.

Im April waren wir auf dem Tamborine Mountain im Lamington National Park.
Es gibt dort wunderschöne Wanderwege durch den Regenwald, an einem Bachlauf und kleinem Wasserfall entlang.

waterfall

tamborine rainforest

Refugee Island

08.01.10, 00:42:34 by Turnschuh
Schon als ich in Australien ankam, sind mir diese Hinweisschilder aufgefallen.
Darauf waren entweder ein Fahrrad oder zwei Spaziergänger abgebildet und darunter stand:
"Refuge Island".
So, nun übersetzte ich also: Island = Insel....Refugee musste dann wohl der Name der Insel sein, ganz klar.
Hier gab es also Radwege und Fußwege zu einer Insel namens "Refugee".Leuchtet ja ein!
Zunehmend wunderte ich mich mehr und mehr, dass diese Schilder überall auftauchten und konnte mir nicht weiter erklären, dass eine Insel dieser Größe hier in der Nähe sein sollte, ich diese aber nie gesehen habe.
Des Rätsels Lösung fand ich bald heraus: Refugee Island ist tatsächlich eine Insel, allerdings nicht in einem Fluß, See oder im Meer, nein, diese Insel liegt im Straßenverkehr und bietet Fußgängern, in manchen Fällen auch Radfahrern, die Möglichkeit, die Straße sicher zu überqueren.

Unser erstes Weihnachtsfest in Australien

04.01.10, 00:07:38 by Turnschuh
Den 24 Dezember 2009 verbrachten wir, wie die meisten Australier, am Strand.
Morgens fuhren wir, gemeinsam mit einer anderen deutschen Familie, in Richtung Survers Paradise und suchten uns dort ein schönes Plätzchen, wo die Kinder ins Wasser konnten.

Wir fanden einen Strand mit einer riesigen Pfütze in welche immer wieder frisches Meerwasser floss.
Dieser Ort erschien uns perfekt und wir blieben dort einige Stunden.
Leonie und Max genossen den Riesensandkasten und das warme Wasser.
Wir Erwachsenen aßen Spekulatius zu gekühlter Limonade, bei circa 32°C und genossen die Sonne.

Auf dem Rückweg stoppten wir an einem Park mit öffentlichem BBQ.
In fast jedem etwas größeren Park hier gibt es öffentliche, saubere und kostenlose Grillplätze und ein WC.
Ein Gasgrill ist in eine gemauerte Vorrichtung eingelassen und erwärmt sich auf Knopfdruck.
Man benötigt also lediglich eine Kühltasche mit Grillgut und etwas Geschirr um einen schönen Grillnachmittag im Park verbringen zu können.
Meistens sind Spielplätze angrenzend an diese BBQ-Area vorhanden, so auch in unserem Fall.
Das freute sowohl uns (da wir in Ruhe zusammensitzen und plaudern konnten) als natürlich auch die Kinder.

Nach unserem Weihnachtsfestessen machten wir uns dann auf den Weg nach Hause.
Leonie hielt einen langen und ausgiebigen Mittagsschlaf und wir hatten genügend Zeit, Christkind zu spielen.
Wir platzierten alle Geschenke unter unserem wunderhübschen Plastiktannenbaum von immerhin fast 60 cm Größe und versuchten ihn dabei nicht durch die Präsente zu verdecken.
Dies gestaltete sich etwas schwierig, also türmten wir alles daneben auf.

An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass sich bereits die Dekoration unseres Bäumchens über einige Tage erstreckt und somit viel Zeit und Nerven gekostet hatte.
Die Australier mögen es bunt, leuchtend, blinkend...für meine Begriffe absolut kitschig.
Hier bekommt man einfach alles, was an eine Super Party oder Karneval erinnert.
Christbaumschmuck in Neonfarben, Lichterketten für Tannenbäume sind fast ausschließlich bunt, die Farbe wechselnd und natürlich blinkend.
Man hat auch seine liebe Not, wenn man eine kurze Lichterkette sucht, was bei uns absolut erforderlich war, wenn wir nicht wollten, dass unser Weihnachtsbaum wie eine Kabeltrommel aussieht.

Unsere Nachbarin half uns aus der Patsche. Sie stand eines Tages vor der Tür, mit einer kleinen Lichterkette...in Sternform...rot...aber immerhin nicht blinkend.

Man kann sich auch passend zum Baum kleiden, wenn man das möchte.
Santa Clause und Elfenkostüme gibt es schon für die Kleinsten.
Dieses Outfit kann man dann mit blinkenden Weihnachtmann-Ohrringen, Broschen oder Ketten noch aufpeppen.

Weihnachten ist hier eben etwas anders.
So feierten wir am 24.12.2009 unser kleines Weihnachtsfest im Kreis der Familie.
Als Leonie vom Mittagsschlaf erwachte, war das Christkind bereits da gewesen.
Am 25.12 morgens kam dann noch Santa Clause und brachte weitere Geschenke.
Es war ein anderes Weihnachtsfest, aber letztlich ein wunderschönes.

Die lieben Tierchen...

03.12.09, 00:41:34 by Turnschuh
Nun sind wir schon länger als einen Monat in Australien und haben uns etwas eingelebt.
Wir haben mittlerweile guten Kontakt zu unseren Nachbarn und uns auch etwas intensiver mit der Tierwelt befasst.
Wir haben gelernt, dass man immer, egal wo man lebt und wie sauber die Wohnung auch ist, auf einen kleinen (oder auch etwas größeren) Besucher gefasst sein muss.
Mensch und Tier leben zusammen...Hand in Hand...Tür an Tür...
Manche sind etwas niedlicher...wie zum Beispiel die Geckos, welche in unserer Mülltonne wohnen...und manche nicht ganz so nett anzusehen, wie Mr. Cockroach, welcher in unserem Herd sein neues zu Hause gefunden hat.
Mr. Cockroach ist eine große Flugkakerlake.
Das erste Mal haben wir uns an einem wunderschönen Abend getroffen, als ich gerade in die Küche ging, um Leonie einen Apfel zu schneiden.
Ich machte das Licht an und da saß er... er präsentierte sich von seiner besten Seite, zeigte sich in voller Größe und saß auf meiner Anrichte.
Ich rief zunächst fragend, dann zunehmend hysterischer nach Andy, welcher sich gerade ein Nickerchen gönnte.
Er eilte mir zur Hilfe und Mr. Cockroach ergriff die Flucht.
Geradewegs unter unsere spiralförmigen Herdplatten, ab zu den Kabeln ins Herdinnere.
Ich fragte unsere Nachbarin um Hilfe, welche sich köstlich über meine Aufregung amysierte.
Sie erklärte mir, dass diese Art von Kakerlaken gelegentlich in die Wohnung fliegen, aber nicht an einer Familienplanung innerhalb menschlicher vier Wände interessiert seien.
Sie riet mir weiterhin, nicht mit Insektenschutzmitteln in der Nähe des Herdes zu experimentieren, da diese hoch entflammbar sind.
Sie sagte: "put the oven on!"...und fügte grinsend hinzu: "I´m sure, it was not coming to kill you!".
Super, prima! Ich sollte also Mr. Cockroach einfach Feuer unterm Hintern machen und konnte sicher sein, dass mich keiner seiner Kumpels oder gar er selbst, umbringen würde.
Also befolgte ich den Rat und stellte alle Herdplatten an...sie wurden heiß und heißer und ich fieberte mit...wollte ihn tod sehen...bis sich schließlich mein Gewissen meldete.
Dieser arme kleine dicke Käfer...der kann doch nichts dafür, dass er so hässlich ist und so einen miesen Ruf hat...der bekam grade heiße Füße...bangte um sein Leben, hatte Angst.
Und ich begann zu hoffen, dass er bei den Kabeln, tief unten in unserem Herd in Sicherheit saß und von der Hitze nichts bemerkte.
Ich stellte die Herdplatten wieder ab und hoffte.
Einige Tage später sah ich eine Kakerlake unter unserem Bett sitzen...sah ganz entspannt aus, das Kerlchen.
Ob das wohl unser Mr.Cockroach war?
Andy sammelte dieses Exemplar ein (es ließ sich umgehend auf den Rücken fallen…streckte alle Beinchen von sich...und stellte sich Tod)...und spülte es in der Toilette runter.
Ich glaube natürlich fest daran, dass die Kakerlake dies überlebt hat und glücklich irgendwo an einem Flussufer sitzt...
Und gestern Abend haben wir dann auch unseren Mr.Cockroach gesehen.
Er ist wohlauf und lebt immer noch in unserem Herd.

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